| DM Jugend/Junioren - Nicht nur Gold glänzt!! |
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| Geschrieben von der Redaktion | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Mittwoch, 25. Juni 2008 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Es ist nicht alles Gold, was glänzt. So ist es! Seit den Deutschen Meisterschaften für Jugendli-che und JuniorInnen auf der Bahn in Anklam können wir im Rollsport- und Inline-Verband NRW diese Volksweisheit bestätigen. Ganz bescheiden sind wir mit 14 Sportlern aus sieben Vereinen in den äußersten nordöstlichen Winkel Deutschlands gefahren. Wir alle, Sportler, RIV-Offizielle und Vereinsbetreuer wollten lernen und uns fit machen für die Ausrichtung der nächstjährigen Nachwuchs-DM in Duisburg. Mitgebracht haben wir die ersten Medaillen, die RIV-Sportler bei deutschen Nachwuchsmeisterschaften gewonnen haben. Wer hätte das zuvor gedacht... Silber im 3000 Meter Punktefahren; Bronze in der 300 Meter Sprintausscheidung; Platz drei unter 18 Konkurrenten in der Gesamtwertung aus vier Wettbewerben – der 12jährige Chris-topher Peltzer vom VfR Büttgen/Speedskater Düsseldorf hat allen gezeigt, was man mit Fleiß, guter Vorbereitung, Konzentration auf das Wesentliche und Zielstrebigkeit erreichen kann. Die Konkurrenz aus den etablierten Inline-Speedskating-Hochburgen Groß-Gerau, Darmstadt oder Gera staunte. Wer ist dieser Christopher Peltzer, den keiner auf der Rechnung hatte? Hätte sie sich bei den Eisschnellläufern informiert, wäre die Verwunderung allerdings gerin-ger ausgefallen. Christopher kommt vom niederrheinischen Eisschnelllaufclub Grefrath 1992 e.V. Dort hat er schon früh richtiges Wettkampfverhalten und volle Leistungskonzentration erlernt und zahl-reiche Erfolge errungen. Das war die Basis für sein exzellentes Abschneiden bei der Nach-wuchs-DM im Inline-Speedskating in Anklam. Aus der sportlichen Herkunft vom Eisschnelllaufen erklären sich aber auch Christophers Defi-zite. So kommt er in erkennbare Not, wenn beim Inline-Speedskaten hohe Tempi im Pulk – anders als beim Eisschnelllauf – gefahren werden. Besonders auffällig war dies beim 3000 Meter Punktefahren, bei dem Christopher zunächst ans Ende des Feldes zurückfiel, um dann ganz außen fahrend das komplette Feld von hinten aufzurollen. Bis er dann mit seiner Kraft und seinem unbändigen Erfolgswillen in Führung ging, waren jedoch die ersten Punkte be-reits an die Konkurrenz vergeben. Vom läuferischen Potential aus gesehen hätte Christopher in diesem Wettbewerb sogar noch mehr als „nur“ Silber holen können. Wie auch immer - Christopher Peltzer setzt ein Signal, wie sich der Kooperationsvertrag zwi-schen dem Deutschen Rollsport- und Inline-Verband (DRIV) und der Deutschen Eisschnell-lauf-Gemeinschaft (DESG) positiv auswirken kann. Wenn er dann im Herbst wieder in den Eisschnelllauf einsteigt, wird er sicherlich von seinem Engagement im Inline-Speedskaten profitieren und auch dank seiner DM-Medaillen entsprechend motiviert sein. Zu den jugendlichen Hoffnungsträgern des RIV-NRW muss spätestens seit der DM in Anklam auch Robert Vossebürger (Junioren B) vom SSK Kerpen gezählt werden. In der Gesamtwer-tung aus vier Einzeldisziplinen gehörte Robert mit Rang acht zum ersten Drittel der besten deutschen Nachwuchsfahrer dieser Altersklasse. Mit seinem 7. Platz in der 500 Meter Sprintausscheidung – nur um Millimeter hatte er den Finallauf der besten Sechs verpasst – und Rang 10 im 3000 Meter Punktefahren, in dem er nur drei Sekunden hinter dem Sieger Philipp Forstner die Ziellinie überquerte, bewies er seinen unbedingten Leistungswillen. In dieser Altersklasse konnte auch Jannik Gießing von den Kölner Roll-Möpsen mit einem sehr guten Rennverlauf auf sich aufmerksam machen. Über 10.000 Meter Ausscheidung belegte er den beachtlichen 9. Platz unter immerhin 26 Teilnehmern. Auch Jost Grieswelle (SV Heepen Bielefeld) bei den 13jährigen Jugendlichen signalisierte der Konkurrenz, dass wir uns im RIV-NRW nicht verstecken wollen, wenn wir in einem Jahr Gast-geber der nächsten Nachwuchs-DM in Duisburg sein werden. Sein sechster Platz im 200 Me-ter Einzelsprint unter 16 Konkurrenten war alleine deshalb bemerkenswert, weil der Abstand zu den Vorderleuten nur hauchdünn war. Ebenfalls zufriedenstellend war Grieswelles Halbfi-nal-Qualifikation in der 300 Meter Sprintausscheidung. Bei den jungen Damen ruhen die Hoffnungen des RIV-NRW in erster Linie auf Laura Ufer (Ju-gend 12 – Turboschnecken Lüdenscheid), die mit viel Biss in den vier Einzelrennen durchweg die Plätze 11 und 12 unter 20 Konkurrentinnen belegte und versprach, bis zum nächsten DM-Ernstfall in Duisburg noch mächtig zulegen zu wollen. Wie hoch die Erfolgstrauben hängen, erfuhren die weiblichen und männlichen Junioren, wenngleich bei den A-Junioren Patrick Naerger vom LC Solbad Ravensberg an seine Vorjahresleistungen trotz Altersklassenwechsel anknüpfte. Zählte er im letzten Jahr noch zu dem älteren Jahrgang der Junioren B, so konnte er in diesem Jahr eine Altersklasse höher ebenfalls wieder einen neunten Platz einfahren und lag somit voll im Soll, da er die ange-strebte Top-Ten-Platzierung erreichen konnte und sich hoch motiviert zeigte, im nächsten Jahr noch weiter nach vorne zu fahren. Fest steht: Wer sich gegen die Konkurrenten aus Gera, Darmstadt, Groß-Gerau, etc. durch-setzen will, muss öfter, härter und ausdauernder trainieren, wollen er oder sie bei einer Deutschen Meisterschaft nicht nur dabei sein, sondern auch bei der Konkurrenz mitreden. Diejenigen, die die Sondertrainingsangebote von Landestrainer Daniel Pütter auf den Bah-nen in Duisburg und Leverkusen sowie in Kerpen intensiv und regelmäßig genutzt hatten, wurden alle den in sie gesetzten Erwartungen gerecht. Deutsche Meisterschaften sind in erster Linie Leistungsschauen der Vereine, nicht der Lan-desverbände. Der RIV-NRW machte in Anklam eine Ausnahme. Während aus den anderen Landesverbänden die jeweiligen Vereine dominierten, übernahm der RIV weitgehend die Koordination für die 14 Sportler aus NRW. Der besondere Dank des RIV-NRW gilt TOYOTA Deutschland, Torsten David sowie den mitgereisten Eltern. Größtes Lob und herzlicher Dank gilt den Ausrichtern dieser Nachwuchs-DM in Anklam. In der Sammelunterkunft des Sportlerheims waren wir äußerst fair inklusive bester sanitärer Anlagen untergebracht. Und das liebevoll zubereitete Frühstücksbüffet war exzellent. Anklam war eine Herausforderung – sowohl unter sportlichen Aspekten als auch aus der Perspektive betrachtet, dass wir in NRW im Jahre 2009 die nächsten DM-Gastgeber sind.
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| Letzte Aktualisierung ( Montag, 30. Juni 2008 ) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||