29 Jul Lang, länger, Meister Pape – drei Titel für NRW bei der Doppelmarathon-DM

geschrieben von Redaktion Freigegeben in News

Lang, länger, Doppelmarathon! Oder man steigert: lang, länger, Markus Pape. Beides macht Sinn. Denn der Längste im Starterfeld hat in diesem Jahr auf der längsten nationalen Meisterschaftsstrecke, beim Doppelmarathon in Prezelle, in der Hauptklasse der Aktiven den Deutschen Meistertitel gewonnen. Damit bewies Markus Pape vom LC Solbad Ravensberg erneut seine Qualitäten als Straßenfahrer mit Vorliebe für lange Distanzen. Als Langstreckenspezialist hatte er schon mehrmals in der deutschen Nationalmannschaft auch bei Europameisterschaften eine exzellente Rolle gespielt.

Aber in Prezelle bewies er nicht nur Stehvermögen auf einer langen Distanz. Nach 2:26:54,35 Stunden war Markus im Finish auch der beste Sprinter. Fünf Hundertstelsekunden war er nach 84390 Metern schneller als der zweitplatzierte Patrick Täubrecht von der TSG Aufbau Union Dessau. Immerhin macht die Zeitdifferenz wahrnehmbare 40 bis 50 Zentimeter aus. 45 Hundertstelsekunden hinter Markus belegte  der Münsteraner Lukas Wannagat, der momentan für Tri-Sport Lübeck startet, den dritten Platz.

Aller guten Dinge sind drei – dafür, dass dieses Sprichwort stimmt, sorgten Silke Röhr und Beatrix Breuer.
Silkes Titelgewinn in 2:39:37,40 Stunden war konsequent: Im Vorjahr, damals noch für den TC 04 Köln-Poll startend, war sie Vizemeisterin geworden. Wenig später belegte sie bei der Marathon-Masters-EM in Gera als beste Deutschen in der AK30 den vierten Platz. Ihren ersten Titelgewinn hatte sie eigentlich bei der Bahn-DM 2009 in Groß-Gerau eingeplant. Aber eine böse Erkältung zwang sie in die Zuschauerposition. Nun aber ist sie, inzwischen im Trikot der Düsseldorfer Speedskater startend, mit dem DM-Titelgewinn in der AK30 endlich am Ziel. In der Gesamtwertung schrammte sie übrigens nur um eine Sekunde am dritten Platz vorbei.

Als Sensation kann man den Titelgewinn von Beatrix Breuer (LGO Euskirchen) in der AK50 in der Zeit von 3:06:20,55 Stunden bezeichnen. Marianne Niemann, die Titelverteidigerin vom LC Solbad Ravensberg, kam erst knapp drei Minuten später ins Ziel. Beatrix taucht als neue Deutsche Meisterin fast wie ein Phönix aus der Asche auf.  Erst nach langwieriger Ergebnissuche fanden wir sie in der Liste des Mittelrhein-Inline-Marathons. Dort kam Trixi Breuer  im Jahre 2008 unmittelbar hinter Marianne Niemann (1:22:40) mit 37 Sekunden Rückstand ins Ziel (1:23:17). Nun also kehrte die Euskirchenerin den Spieß erfolgreich um.