09 Mär INSIDE COLONIA 2015 - Toller Sport beeindruckte auch Politiker

geschrieben von Hanspeter Detmer Freigegeben in News

Am Ende war es ein Gewinn auf ganzer Linie. Trotz Grippewelle gingen von 117 Angemeldeten bei INSIDE COLONIA 2015, der Inline-Speedskating-Veranstaltung des SSC Köln, noch 106 Teilnehmer an den Start. Und die für den Gastgeber SSC Köln, der sich intensiv um eine Speedskating-Anlage bemüht, so wichtigen Politiker unter den zahlreichen Zuschauern in der Dreifachsporthalle in der Escher Straße waren beeindruckt. „Wahnsinnig, mit welchen Geschwindigkeiten die Kids um die Kurven fegen. Inline-Speedskaten ist wirklich ein hochinteressanter Sport, “ stellte Dr. Ralf Heinen (SPD) fest. Unter diesen Umständen fiel es dem Bürgermeister der Stadt Köln nicht schwer, sich mehr als eine Stunde lang die Rennen der Schülerklassen D, C und B anzuschauen.

Im Rahmen der NRW-Landesmeisterschaften der Jugend schnitten die Sportlerinnen und Sportler des ISC Münster mit fünf Titel-Gewinnen am besten ab; gefolgt von den Nachwuchsskatern des TV Datteln sowie der Speedskater aus Düsseldorf (je zwei NRW-Titel) und den Ruhrbossen aus Bochum mit einem Titelgewinn.

Aber auch beim Gastgeber SSC Köln war man sehr zufrieden mit den drei NRW-Silbermedaillen für Meret Lübke, Lukas Brandenburg (Schülerin/Schüler C) und Nina Özdemir (Schülerin B) sowie Bronze für Max Jeschick (Schüler B), Lea Maria Jeschick und Max Kaldenhoff (Schülerin/Schüler A).

Beim Speed Skating Club Köln freute man sich, dass die 4. Ausgabe seiner Hallenveranstaltung INSIDE COLONIA zu einer Zeit, da sich der Verein um die Anlage einer Inline-Skatingbahn bemüht, die bislang größte Resonanz bei der städtischen Politik fand. Nach Bürgermeister Dr. Heinen informierte sich auch der CDU-Ratsherr Christoph Klausing über Speedskating. Auf seiner privaten Homepage hatte Klausing kund getan, dass er zwar auch gerne Inline Skaten würde, ihm aber die Straßen zu uneben und gefährlich seien. Damit rannte er bei Hanspeter Detmer, Gründer und seit 2013 auch wieder Vorsitzender des SSC Köln, offene Tore ein: „Straßen und Parkplätze sind ja auch keine Sportstätten. Was wir Inline-Speedskater brauchen, sind Bahnen.“ Bis die Überlegungen zum Bau einer Inline-Skater-Bahn in Köln reif sind, nutzen die Sportler des SSC Köln als Zwischenlösung vom Frühjahr an einen großen Schulhof für das Training. Ratsmitglied Klausing: „Das gucke ich mir an. Da komme ich vorbei.“

Beeindruckt von den Leistungen der jugendlichen Teilnehmer bei INSIDE COLONIA 2015 (14,5 Prozent mehr junge Skater als im bisherigen Rekordjahr 2014) sowie den Positionskämpfe der 20 Erwachsenen waren auch die nächsten Politik-Besucher: Jochen Ott, Kandidat der SPD bei der im September anstehenden Wahl des neuen Kölner Oberbürgermeisters, sowie Peter Krohn (SPD), mächtiger Vorsitzender des Sportausschusses des Rates der Stadt Köln. Während Jochen Ott als Vater von drei jungen Töchtern Gefallen daran hatte, dem 5jährigen Arved Dohmel (SSC Köln) als jüngstem Teilnehmer einen Erinnerungspokal zu überreichen, machte sich der Sportausschuss-Vorsitzende Peter Krohn Gedanken über die Förderung einer Sportart, die er so noch nie gesehen hatte: „Das hat mich durchaus beeindruckte. Das Sportstätten-Thema werde ich erörtern, wenn ich ein Gespräch mit dem Leiter des Kölner Sportamtes habe. Denn das ist eine Sportart mit Zukunft.“

Schade, dass die Politiker nicht mehr da waren, als Daniela Leal vom SSC Köln bei den Special Olympics Rennen ihre Klasse zeigte. Wäre Daniela im Massenstartrennen über 10 Runden nicht bei einem Überholmanöver durch eine überrundete Sportlerin abgedrängt worden, hätte sie auch dieses Rennen wie zuvor den 2-Runden-Sprint gegen die männliche Konkurrenz gewonnen. Jedenfalls zeigte Daniela, dass sie mit ihrer Form schon jetzt auf dem besten Weg zu den World Games der geistig behinderten Sportler ist. Im Sommer wird sie in Los Angeles die einzige Kölner Sportlerin sein.

Letzte Änderung am Montag, 09 März 2015 17:01