In einem packenden Fotofinish gewinnt Tobias Heinze knapp vor Lasse
Willms und Rainer Arnold.
Heinze,
der als Top Favorit an den Start gegangen ist, wird seiner Rolle
eindrucksvoll gerecht. In einem international besetzten Feld konnte er
den Massensprint am Ende für sich entscheiden. In dem ca. 30 Mann
starken Spitzenfeld wurden während des Rennens wenig ernstgemeinte
Ausreißversuche unternommen.
Permanente Überholungen und Gegenverkehr
prägten den Rennverlauf und verhinderten sowohl ein schnelles als auch
taktisches Rennen. Markus Pape mußte leider recht früh seine
Titelverteidigung aufgeben, da er einem Sturz nicht ausweichen konnte.
Auch
bei den Damen war es ein eher langsames Rennen und wenigen Attacken.
Anne Krieg, vom K2 Saarland Speed Team unternahm die Ausreißversuche,
die jedoch meistens von Sara Bak und Maritje Sell vereitelt werden
konnten. Den Sieg machten dann am Ende die Damen vom K2 Team unter sich
aus. Nike Dierycx gewinnt knapp vor Ann Kathrin Heinze. Den dritten
Platz sichert sich Maritje Sell vom Team FILA. Erfolgreichster Verein
auf dem Treppchen ist BG Groß Gerau und allen voran die Geschwister
Heinze mit einem Sieg bei den Herren und dem 2. Platz bei den Damen.
Der
große Skaterpreis von Köln: ein offizielles B-Rennen des DRIV,
Auftaktveranstaltung des NRW-Inline-Cup, Special Rennen der
German-Blade-Challenge und Inlinenews-Wertung für Sportler ohne Lizenz!
Dieses Angebot an erstklassigen Wertungen zogen 238 Sportler und
Sportlerinnen an den Fühlinger See, dem Inline Mekka der Kölner
Speedskatingszene. Der NRW Inline Cup möchte sich mit einzelnen
Veranstaltungen auch internationalen und nationalen Sportlern
empfehlen, um auch in NRW Spitzensport zu präsentieren. Die
Organisatoren der German-Blade Challenge unterstützen diesen Gedanken
und haben mit den Kölner Rollmöpsen einen erfahrenen Veranstalter
gefunden, der nun schon in der 5. Auflage Speedskating in seiner ganzen
Bandbreite präsentiert. "Hier wird eine Veranstaltung mit ganz viel
Liebe und Herzblut durchgeführt.. " urteilte anerkennend Mark Pickel
von der GBC.
Gerade
aber die Präsentation und Durchführung des Großen Skaterpreis von Köln
zeigte das Dilemma zu viel zu wollen. Es wurden alle Register gezogen
um ein erstklassiges Top Rennen nach Köln zu holen, insofern muss die
Aussage des Hauptorganisators Hanspeter Detmer verwundern, der von
einen Ansturm überrascht wurde. Heißt das, dass man gewußt hat, dass
die Strecke nur für ein regionales Rennen und höchstens für 150 Starter
geeignet ist. Wenn ja, dann ist der Hinweis gerechtfertigt, nicht nur
Speedskating im Allgemeinen zu fördern, sondern dem Spitzensport und
erst recht den Sportlern mehr Respekt zu zollen.
Die Gesamtveranstaltung verdient viel Lob und der Einsatz der vielen
Helfer haben gezeigt, dass Speedskating mehr ist, als eine Randsportart!