Neue RIV/NRW-Ziele – Stärkung der Speedskating-Vereine und klare Zukunftsorientierung


Nur zwei Wochen nach seiner Wahl tagte erstmals der Vorstand der Fachsparte Fitness/Speedskating im RIV/NRW.

Der neue
Fachspartenvorstand definiert vorrangige Aufgabengebiet, für die er
sich in nächster Zukunft besonders engagieren will.


  • In
    besonderem Maße hat sich die Fachsparte Fitness/Speedskaten im RIV für
    die ihr angehörenden Vereine und deren Interessen (z.B. als
    nicht-kommerzielle Veranstalter) zu engagieren. Die Fachsparte ist der
    Auffassung, dass in der derzeitigen Situation gemeinnützig
    ausgerichtete Vereine, sofern sie als Veranstalter auftreten, eine
    größere Kontinuität ihres Sportangebots bieten als kommerzielle
    Veranstalter/Agenturen. Mit kommerziellen Wettbewerbsanbietern sollen
    dennoch weiterhin Verbindungen aufgebaut und gepflegt werden,
    allerdings immer unter der Voraussetzung, dass sie sich dem Regelwerk
    des Sportfachverbands z.B. in Form einer Lizensierung ihrer
    Veranstaltung (damit verbunden die Akzeptanz von Standards entsprechend
    der Wettkampfordnung des DRIV zum Zwecke fairer sportlicher
    Bedingungen) unterwerfen. Veranstaltungen, deren Ausrichter sich
    kontinuierlich weigern, mit dem für Speedskaten zuständigen
    Sportfachverband zusammenzuarbeiten, müssen damit rechnen, dass der
    Verband seine Mitglieder zum Boykott dieser Veranstaltungen aufruft.

  • Die
    Fachsparte Fitness/Speedskaten des RIV/NRW will sich in Zukunft in
    außerordentlichem Maße um die Förderung der Nachwuchsarbeit bemühen.
    Dies ist die Konsequenz aus der Erkenntnis, dass die Mitte der 90er
    Jahre entstandene Inline-Skater-Euphorie dem Ende zu geht und damit zu
    rechnen ist, dass die Zahl der Quereinsteiger beim Speedskaten in
    absehbarer Zeit stagniert bzw. sogar rückläufig sein wird. Es fehlt der
    Sportart am jugendlichen Unterbau.

  • Erste
    Voraussetzung für die Nachwuchsarbeit ist die Bereitstellung von
    geeigneten Sportstätten für die Speedskater-Jugend. Dazu gehören auch
    Sporthallen (mindestens Zweifach-, möglichste Dreifachhallen, aber auch
    im Sommer ungenutzte Eishallen). Ideal sind natürlich spezielle
    Skaterpisten. Vorerst gibt es in NRW nur eine spezielle Skaterpiste in
    Duisburg, deren Nutzungsmöglichkeiten jetzt schnellstens geklärt werden
    müssen. Vorrang hat dabei die Nutzung durch jugendliche Speedskater.
    Ersatzweise können aber auch andere autofreie Flächen so hergerichtet
    werden, dass auf ihnen ein wettkampfnahes Training für Jugendliche
    durchgeführt werden kann. Der Vorstand war einstimmig der Überzeugung,
    dass die Zukunft des Speedskatens aus der Sicht des Nachwuchses nicht
    bei Straßen-, sondern bei Bahn/Pistenrennen liegt. Alle Vereine in NRW
    werden aufgefordert, sich nach geeigneten Trainingsflächen umzusehen
    und deren Nutzung bei den zuständigen Sportämtern anzumelden.
    Gleichzeitig werden die Vereine gebeten, ihre Informationen dem
    Landesfachwart des RIV/NRW mitzuteilen. So lange nicht jeder
    Verein über eine eigene Trainingssportstätte verfügt, fordert die
    Fachspartenleitung jene Vereine, die bereits eine geeignete
    Sportnutzen, zur Kooperation mit Nachbarvereinen ohne Sportstätte auf.

  • Parallel
    zum Aufspüren von Sportstätten für das Speedskaten muß die Ausbildung
    von qualifizierten Trainer/innen gefördert werden. In erster Linie ist
    der Bedarf für den Skater-Nachwuchs zu decken. Großer
    Übungsleiterbedarf ist aber auch im Breitensport vorhanden, wo es vor
    allem gilt, die Sicherheit zu verbessern. Die beiden
    Ausbildungsbeauftragten in NRW – Daniel Pütter und Torsten David –
    werden versuchen, unter dem Aspekt der Kostenreduzierung bei der
    Ausbildung möglichst viele Ausbildungslehrgänge in NRW anzubieten und
    abzuhalten. Die Vereine sind gehalten, ihre Trainerbestände dem Verband
    ebenso wie ihren Trainerbedarf zu melden. Die durch den Rücktritt von
    Chantal Dionne vakant gewordene Position des Landestrainer Speedskaten
    soll ausgeschrieben und möglichst schnell wieder besetzt werden.
    Jugendwart Axel Eggert hat eine Fragebogenaktion gestartet, mit der er
    die Situation der Nachwuchsförderung erkunden will.

  • Um
    die Nachwuchsförderung zu intensivieren, bedarf es auch entsprechender
    Wettkampfangebote für Jugendliche. Die Veranstalter in NRW werden
    aufgefordert, im Rahmen aller Veranstaltungen auch Jugendrennen
    anzubieten.


 

Neben der Diskussion über die Langzeitaufgaben befaßte sich der Fachspartenvorstand mit aktuellen Themen.

  • Totales
    Unverständnis zeigte die Runde bezüglich der Kollision der langfristig
    für den 17. September 2006 geplanten WSC-Veranstaltung in Rheine mit
    der kurzfristig vom DRIV auf den gleichen Termin angesetzten DM
    Marathon auf dem Nürburgring. Nicht nur, dass die mangelhafte
    Sensibilität des DRIV zum AUS der traditionsreichen
    Rheine-Veranstaltung führte. Die DRIV-Entscheidung gefährdet auch die
    Austragung des WSC 2006. Dennoch waren sich alle Anwesenden einig: Der
    WSC 2006 muß und wird gerettet werden. Obwohl sowohl die Kölner
    Roll-Möpse als auch als neue Veranstalter im Rahmen des WSC, die
    Düsseldorfer Speedskater, arge Bedenken in puncto Wirtschaftslage
    haben, wollen sie alles unternehmen, ihre Veranstaltungen zum Wohle der
    Sportler durchzuführen.
  • Aufgehoben
    wird der Boykottaufruf gegenüber dem Düsseldorf-Marathon, wenn sich die
    Organisatoren des City-Marathons in allen vorgeschriebenen Punkten dem
    Lizensierungsverfahren des DRIV/RIV unterwerfen. Die Düsseldorfer
    Speedskater (Daniel Pütter) haben Kontakte mit den
    Marathonorganisatoren in Düsseldorf aufgenommen. Angestrebt ist eine
    C-Lizenz. Mitglieder des RIV/NRW sollen dann in den Genuß eines
    Bucher-Rabatts gelangen, der über die Düsseldorfer Speedskater (Daniel
    Pütter) vermittelt wird.
  • Es bleibt beim Boykott-Aufruf für alle in RIV/NRW-Vereinen organisierten Skater gegenüber dem Bonn-Marathon.
  • Erfreulich
    ist, dass schon mit einjährigem Vorlauf die NRW-Hallenmeisterschaft
    2007 avisiert wurde. Einziger Bewerber ist bislang der SSK Kerpen mit
    einer Dreifachhalle.
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