Der dritte Wettbewerbstag im Rahmen der Serie des
Westdeutschen Speedskating Cup 2006 ist gesichert. Am Samstag, dem 29.
Juli 2006, werden die Rennen auf der Eisschnelllaufbahn in Grefrath
eine große sportliche Herausforderung und ein echter Ersatz für den
ursprünglich am gleichen Tag geplanten Halbmarathon in Neuss sein. Der
Vorstand der Fachsparte Fitness/Speedskaten im Rollsport- und
Inline-Verband NRW hat es gemeinsam mit Daniel Pütter von den
Speedskatern Düsseldorf sowie dank der Verbindungen des neuen
RIV-Mitgliedsverein Bochumer Speed Skater 05 e.V. zum
Eisschnellaufverband in NRW geschafft, den WSC-Termin zu retten.
Entstanden waren die Turbulenzen durch Folgen der Fußball-Weltmeisterschaft. Für die in der Nähe der Neusser Skihalle vorgesehene Strecke, auf der die NRW-Titel im Halbmarathon vergeben werden sollten, verweigerten die Ordnungsbehörden in letzter Konsequenz die Genehmigung. Begründung: Personalmangel, weil alle während der Fußball-WM eingesetzten Bediensteten so schnell wie möglich ihre enormen Überstunden abfeiern müssten. Da sind wir als Speedskater dann machtlos.
Voraussetzung für die Rettungsaktion: Die Veranstaltung auf der Eisschnelllaufpiste in Grefrath soll so konzipiert sein, dass sie für alle WSC-Pauschalisten sportlich gleichwertig, herausfordernd und attraktiv ist. Es muss sich weiterhin lohnen, auch aus dem letzten Winkel Nordrhein-Westfalens nach Grefrath zu fahren. Dies dürfte gelungen sein. Ohne der exakten Ausschreibung, die in den nächsten Tagen veröffentlicht wird, vorzugreifen: Es wird ein echtes Teamrennen geben, so dass die Teamwertung im WSC sogar noch eine zusätzliche Aufwertung erfährt.
Natürlich kann man auf einer 400-Meter-Bahn keinen Halbmarathon austragen. Aber es wurde ein interessanter Modus für ein 10-km-Zeitfahren entwickelt. Dabei geht es dann um die NRW-Titel. Bei der Vergabe des WSC-Punkte werden die Interessen der Altersklassen ebenso bedient wie die WSC-Gesamtwertung. Schließlich wird es komplette Schüler- und Jugendprogramme plus einen Geschicklichkeitsparcours geben.
Die Zeiterfassung geschieht mit Hilfe von Transpondern.
Der Vorstand des RIV/NRW ist sich bewußt, dass mit dieser Rettungsaktion nicht jeder Interessenlage entsprochen wird. Aber gegen 'höhere Mächte' sind wir leider machtlos – es sei denn, wir sind kompromissbereit und findig, Probleme zu lösen. In diesem Sinne hoffen wir auf das Verständnis aller WSC-Pauschalbucher und versprechen allen Startern in Grefrath am 29. Juli eine sportlich hochinteressante Veranstaltung.