Der
16jährige Patrick Hoffmann vom SSC Kölner Roll-Möpse 98 e.V. traf den
Nagel auf den Kopf: “Zunächst hatte ich meine Zweifel, ob ich an dem
Test-Wettbewerb der Speedskater auf der Eisschnelllaufbahn in Grefrath
teilnehmen sollte. Nachdem ich aber diese Veranstaltung aktiv miterlebt
habe, muss ich feststellen: Ein Glück, dass ich dabei war. Wenn solche
Wettbewerbe wieder ausgeschrieben werden, werde ich ohne jeden Zweifel
wieder mitmachen.“
So
wie Patrick Hoffmann reagierten eigentlich alle, die am 8. Juli der
Einladung des neuen Bochumer RIV-Mitgliedvereins BoSS 05 sowie des
Vor-Ort-Gastgebers EC Grefrath gefolgt und zu dem Test nach Grefrath
gekommen waren – darunter fast das komplette Team rollenshop.de.
„Es
ist gut, wenn sich ein so junger Bursche wie Patrick lobend über eine
solche Veranstaltung ausspricht“, freute sich am Ende der Veranstaltung
Hanspeter Detmer als Landesfachwart Fitness/Speedskaten im RIV/NRW.
„Wir haben jetzt schon große und größte Probleme, Speedskaterrennen auf
Straßen durchzuführen. Diese Probleme werden in den nächsten Jahren
noch zunehmen. Umso wichtiger ist es, für unseren Sport klar definierte
Sportstätten zu bekommen und dort auch Veranstaltungen durchzuführen.
Was ich in Grefrath erlebt habe in der Kooperation mit dem
Eisschnelllauf-Olympiastützpunkt ist der Fingerzeig in die richtige
Richtung. Ich bin mir jetzt ganz sicher, dass wir am 29. Juli auf
dieser Bahn eine ganz tolle Veranstaltung im Rahmen des Westdeutschen
Speedskating Cup erhalten werden.“
Es
ist zwar wunderbar, auf glatten Betonböden mit geringem Rollwiderstand
zu skaten. Doch sollte sich keiner der Illusion hingeben, solche
Bahnrennen seien leichter als Straßenrennen. Für die WSC-Veranstaltung
sind Mannschaftsrennen über 6000 und Einzelrennen über 10000 Meter
ausgeschrieben. Mit den Erkenntnissen vom Test-Wettbewerb lässt sich
sagen: Die WSC-Rennen werden eine größere Herausforderung sein als das
ursprünglich einmal geplante Straßenrennen über die Halbmarathondistanz.
Ein
ganz großer Vorteil einer so klar definierten Sportstätte wie der in
Grefrath ist, dass man in ihren Grenzen viel mehr und viel bessere
Wettbewerbsangebote für Kinder und Jugendliche schaffen kann. „In
Anbetracht der wachsenden Zukunftsprobleme auf der Straße ist mir jetzt
klarer denn je geworden, dass die Zukunft des Rollschnelllaufs auf
Bahnen liegt. Nur dort kann man dem Nachwuchs die notwendigen
sportlichen Voraussetzungen bieten“, sagte der Landesfachwart.
Als
exzellente Möglichkeit zum Trainieren nutzten vor allem die Mitglieder
des Teams rollenshop.de die Testwettkämpfe in Grefrath. Mit Lukas Wannagat, Florian Hanß, Patrik Pelka, Erwin Bergen, Christoph Pawlowski, Witali Bytschkow und
über 1500 Meter auch Daniel Pütter landeten Topfahrer der Region sowohl
nach dem 500 als auch nach dem 1500 Meter Rennen auf den ersten Plätzen.
Bei
den Damen dominierte Clarissa Gerber aus Aachen sowohl die 500 als auch
die 1500 Meter. Auf der Kurzstrecke kam Nicole Pütter aus Neuss auf
Rang zwei, über 1500 Meter war Cornelia Schaffeld vom TC 04 Köln-Poll
Zweite. Jeweils Dritte wurde Verena Conrads aus Aachen.
Bemerkenswert
waren die Spitzenzeiten. Was auf dieser Bahn an
Spitzengeschwindigkeiten möglich ist, deutete Lukas Wannagat über 500
Meter an. Seine 44,91 Sekunden (40,08 km/h) sind vorerst Bahnrekord.
Wie
ernst der Bahnentest übrigens genommen wurde, geht aus der großen
Präsenz an Schiedsrichtern unter der Leitung von Udo Hompesch hervor.
Die Damen und Herren in Weiß sorgten für einen reibungslosen Ablauf der
Wettbewerbe sowie außerordentliche Fairness.
Nach
diesem Test kann man nur hoffnungsvoll sagen: Auf Wiedersehen in
Grefrath am 29. Juli. Und bringt ganz viele Nachwuchsskater mit, denen
die Zukunft unseres Sports gehört. Sie werden ihren Riesenspaß in
Grefrath haben. Patrick Hoffmann wird das gern bestätigen….