Sonne rückte Bahnrennen in Grefrath in glänzendes Licht

wsc2006
Im Wetter spiegelte sich exakt der Verlauf der
dritten Veranstaltung im Rahmen des Westdeutschen Speedskating Cup 2006 am 29.
Juli auf der Eisschnelllaufbahn in Grefrath. Der nächtliche Regen entsprach den
Organisations- und Terminturbulenzen rund um eine Veranstaltung, die
ursprünglich einmal in Neuss geplant war. Die Nässe beschwor dann erneut die
Gefahr einer Absage. Doch dann löste sich am frühen Morgen der Regen in Nebel
auf, der allerdings zunächst den Blick in die Zukunft des Tages und des
sportlichen Ereignisses trübte. Was bringt ein solcher WSC-Renntag auf einem
400-Meter-Eisschnelllaufoval? Welche Herausforderung ist damit verbunden?
Können nur Bahnspezialisten bestehen, von denen es in NRW mangels
Übungsmöglichkeiten nicht einmal eine Handvoll gibt?


Die Turbulenzen um die Austragung der Veranstaltung
und das Nebulöse der sportlichen Herausforderung haben 88 von 204 Pauschalbuchern
des WSC2006-Pakets allerdings davon abgehalten, in Grefrath Neuland zu
betreten.

116 – unter ihnen fast alle, die auch bei den bislang
üblichen Straßenrennen in der Spitze zu finden sind – sind gekommen und
gestartet. Allgemeiner Tenor: Mit dieser Veranstaltung wurde dem Inline Skaten
in NRW eine neue Dimension geöffnet. Wer in Grefrath war, dürfte mit seinen
Erfahrungen in seine Vereine zurückkehren und den Skeptikern berichten. Carsten
Klindt von den Fun-Skatern Krefeld brachte es auf den Punkt: „Wir kommen
praktisch alle von der Straße. Wir hatten keine Ahnung, wie die Herausforderung
einer solchen Veranstaltung ist. Diese Sache ist ein Zugewinn für unseren
Sport." Die Verantwortlichen für die Rettung des Renntermins und die anschließende
Durchführung einer blitzsauberen Veranstaltung sind sich sicher, dass bei
möglichen zukünftigen Veranstaltungen in Grefrath alle, die jetzt da waren,
wiederkommen werden und dann auch noch viele, die aus welchen Gründen auch
immer dieses Mal auf ihr Startrecht verzichteten, von der guten Sache überzeugen
können und mitbringen werden.

Übrigens: Als sich der Nebel verzogen hatte, fanden
die NRW-Meisterschaften der Junioren sowie der Aktiven und der Altersklassen
über 10000 Meter bei herrlichstem Sonnenschein statt.    

Begonnen hatte der Tag in Grefrath mit den
Wettbewerben der Jugendlichen. Erneut wurde das grundlegende Manko des
Speedskatens in NRW deutlich: Die Starterfelder in den Schüler- und
Jugendklassen waren sehr dürftig besetzt. So gab es in der Schüler-Klasse-B
keinen Starter.  

Speedtrainerin Beate van Fondern von den Kölner
Roll-Möpsen: „Vielleicht wird uns jetzt erst so richtig deutlich, wo und wie
wir die Nachwuchsförderung betreiben können. Diese Möglichkeiten auf einer klar
definierten Sportstätte sind fantastisch. So könnten wir die Nachwuchsförderung
wesentlich besser vorantreiben." Und ihre Kollegin Chantal Dionne, die in der
Woche zuvor mit talentierten Nachwuchsskatern einen Workshop im
niederländischen Eybergen abgehalten hatte, nahm sogleich Kontakt auf mit den
Bahnbetreibern in Grefrath. Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt
so nah?

Die Ergebnisse der Schüler- und Jugendrennen über
Distanzen von 400 bis 1200 Meter (1 bis 3 Bahnrunden) sind zu finden unter www.skaterennen.de bzw. www.sportservicehamburg.de

Eine erste große Herausforderung für die Erwachsenen
war das Teamzeitfahren über 6000 Meter. Bei den Damen waren alle fünf für die
WSC-Wertung gemeldeten Teams am Start. Erwartungsgemäß setzten sich wieder die
NRW-Speed-Ladies durch (10:55,06 Min. = 32,977 km/h), jedoch nur mit
dreieinhalb Sekunden Vorsprung vor den sehr starken OWL Speedladies aus Solbad
Ravensberg, die sich ihrerseits wieder ganz knapp vor den Bayer Speed-Ladies
ins Ziel retteten. Es folgten die Damen des TC 04 Köln-Poll und das Team SOS
Niederrhein.

Bei den Herren waren von den 17 zur WSC-Wertung
gemeldeten Teams leider nur zehn Team angetreten. Außerhalb der WSC-Wertung
hatte sich das Team Essen auf Rollen des Vereins Gruga Essen angemeldet. Gewinnen
hat das Team der-rollenshop.de in 9:29,71 Minuten (gleich 37,894 km/h) vor
Zepto-WSC-Team (9:37,44), den Speedskatern Düsseldorf 1 und den Bayer Speedies
1.

Alle nachfolgenden Rennen von den Junioren B an
aufwärts führten über die Distanz von 10000 Meter und wurden neben der WSC-Wertung
für die Starter aus Mitgliedsvereinen des RIV/NRW als NRW-Landesmeisterschaft
gewertet.

Hier sind die Sieger und Platzierten der
NRW-Landesmeisterschaft:

Klasse

NRW-Meister

2. Platz

3. Platz


Junioren B weibl.


Katharina Zeuner,       ISC Münster

Catherine Immich,         Kölner Roll-Möpse

Johanna
Oymanns,     LG Mönchengladbach

Junioren B männl.


Nico
Albersmann,        LC Solbad Ravensberg

Marc Alex Roos,              LC Solbad Ravensberg

Julian Hammes,     
  BTV Ronsdorf

Junioren A weibl.


Anika Warning,           LC Solbad Ravensberg

Elisa Weber,     
Speedskater Düsseldorf
 

Junioren A männl.


Tim Lappe,                Bayer Leverkusen

Tobias Kähne,               Bayer Leverkusen

Patrick Hoffmann,  Kölner Roll-Möpse

Damen, Aktive


Christina
Kotthoff,       LG Mönchengladbach

Eva Düsterhaus,  Speedskater Düsseldorf

Clarissa Gerber,      RSC Aachen

Damen AK30


Anja Kühlert,               ISC Münster

Ellen Berghaus,            Kölner Roll-Möpse

Cornelia Schaffeld,
     TC 04 Köln-Poll

Damen AK40


Manuela Azzolini,        LC Solbad Ravensberg

Kathrin Gossen,             Fun-Skater Krefeld

Margit Morgiel,           TuS Kreuzwengarten

Damen AK50


Marianne Niemann,     LC Solbad Ravensberg




Herren Aktive


Patrick Pelka,             ISC Münster

Lukas Wannagat,             ISC Münster

Martin Vosseler,     Bayer Leverkusen

Herren AK30


Timo Maurer,    Ruhrboss 03

Florian Hanß,                 LC Solbad Ravensberg

Matthias Kositzke,      LC Solbad
Ravensberg

Herren AK40


Michael Striewe, Westfalia Rhynern

Thomas Ladener,           CST Köln

Michael Kroll,             ISC Münster

Herren AK50


Ralf Malzkorn,      
RSC Aachen

Willi Schembries,             Fun-Skater Krefeld

Goar Engeländer,  Skate Night Paderborn

Herren AK60


Friedrich Ernst,
Speedskater Düsseldorf


Hanspeter Detmer,       Kölner Roll-Möpse

Manfred Kahls,
Speedskater Düsseldorf

Abschließend ist allen dank zu sagen, die zu dieser
exzellenten Veranstaltung ihren Teil beigetragen haben: Daniel Pütter
als Vor-Ort-Ausrichter in Zusammenarbeit mit den Düsseldorfer
Speedskatern und der Unterstützung durch BoSS 05; dem
Organisationskomitee des WSC2006 und den Vorstandsmitgliedern der
Fachsparte Fitness/Speedskaten im RIV/NRW; dem EC Grefrath als
‚Hausherrn’ sowie dem Eisschnelllaufverband in NRW für ihre freundliche
Hilfestellung. Last but not least der Serviceagentur SportservieHamburg
(www.sportservicehamburg.de
), die eine perfekte Arbeit geleistet hat und die Rennergebnisse nur
wenige Minuten nach der Zieldurchfahrt bereits im Internet stehen hatte
– auch auf der homepage des Veranstalters >www.skaterennen.de<.

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