…es bleibt das Prinzip Hoffnung.
Alles schien in bester Ordnung. Nach letzten kleineren Terminkomplikationen war
das endgültige Datum für den Hürther Inline-Event am ersten Juni-Sonntag (3.
Juni) gefunden. Wolfgang Engel vom Stadtsportverband Hürth, der wie in den
vorausgegangenen Jahren als Ausrichter fungieren wollte, schrieb an die
Verantwortlichen des Rollsport- und Inline-Verbands NRW sowie an die
Organisatoren der GBC: "Damit ist jetzt alles klar. Es kann mit der Planung
losgehen." GBC-Macher Karsten Schölermann kam eigens aus Hamburg angereist.
Hanspeter Detmer als Landesfachwart Speedskaten im RIV-NRW schneiderte in
Windeseile das sportliche Programm der Veranstaltung. Im Mittelpunkt sollten
die Premiere im Teamzeitfahren als nordrhein-westfälische Landesmeisterschaft
stehen. Für die beiden Halbmarathonrennen im Rahmen der GBC erwarben die
Hürther sogar eine DRIV-B-Lizenz (man hatte sogar an eine A-Lizenz gedacht!!).
Auch an ein komplettes Nachwuchs-Wettkampfprogramm sowie an die Breitensportler
war gedacht. Bis hin zur Einnahme-Ausgabe-Kalkulation waren den Hürthern alle
Hilfestellungen gewährt worden.
Und dann kam drei Tage nach Ostern der Keulenschlag. Erst auf Anfrage des RIV –
von sich aus hatten sich die Hürther nicht gemeldet – teilte Wolfgang Engel
mit: "Wir müssen die Veranstaltung absagen. Wir bekommen keine kommunale
Genehmigung. Die Absage ist unwiderruflich. Einen Ersatztermin können wir
nicht stellen." Warum und wieso? Es war von sonstigen Baumaßnahmen und deren
Auswirkung auf die Rennstrecke die Rede. Aus und vorbei.
Dem RIV-NRW blieb keine Zeit für lange Ursachenforschung. Wir nutzen diese
Zeit lieber für die Suche nach Ersatzmöglichkeiten. Zwei Macher haben die
Ärmel hochgekrempelt – Axel Eggert mit seinem Team vom SSK Kerpen und
Fachspartenvorstandsmitglied Torsten David von Inlineskating Oberberg. Der
Weiße Sonntag ging drauf für Streckenerkundungen.
Seitens des Fachspartenvorstands sind wir – wohl wissend, dass es immer
problematischer wird, Genehmigungen für die Sperrung von öffentlichen
Straßen für eine Skater-Veranstaltung zu bekommen – hoffnungsvoll, am 3. Juni
eine Woche nach INLINE IN COLONIA die dritte Veranstaltung im Rahmen des WSC2007
auszurichten. Wir werden alles unternehmen, das Teamzeitfahren als
NRW-Landesmeisterschaft zu retten. Allerdings: wir müssen uns auch anpassen
mit dem Wettbewerbsprogramm an die Streckengegebenheiten.
In dieser mißlichen Situation heißt es – Solidarität zeigen. Denn wenn die
Speedskaterszene dazu nicht bereit ist, wird es immer schwieriger, die
Erlaubnis für Wettbewerbe zu bekommen.
Hanspeter Detmer
Landesfachwart Fitness/Speedskaten im RIV-NRW