DM-Teamzeitfahren – NRW-Vereine sollen sich eigenständig anmelden!

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Im Zusammenhang mit der jüngsten Diskussion um das Anmelde- und Zulassungsprocedere rund um die Deutsche Meisterschaft im Teamzeitfahren der Vereinsteams am 22.09.2007 in Mainz hat der Vorstand der Fachsparte Speedskaten im RIV-NRW entschieden:

Mit sofortiger Wirkung ziehen sich der Vorstand der Fachsparte Speedskating im RIV-NRW aus jeder Verantwortung für und rund um die 2. Deutsche Meisterschaft im Zeitfahren der Vereinsteam zurück, weil es offenkundig dem für eine Deutsche Meisterschaft verantwortlichen nationalen Dachverband nicht gelingt, sportlich faire, transparente und dem Wert einer Deutschen Meisterschaft angemessene Qualifikationsstrukturen durchzusetzen.


Das bedeutet für alle RIV-Vereine: Wer immer an dieser Deutschen Meisterschaft teilnehmen will, möge sich bitte umgehend über die entsprechenden Websites informieren und seine Teams in beliebiger Vielzahl anmelden. Schließlich wollen wir nicht, dass ein Verein, der unbedingt glaubt in Mainz starten zu müssen, durch die Entscheidung des RIV-Vorstands einen Nachteil erleidet.

Unsere Entscheidung ist die Folge eines Hickhacks,
– das einer Deutschen Meisterschaft unwürdig ist,
– unsere Sportart der Lächerlichkeit preis gibt,
– in dem wir uns als Landesverband, der sich um den Aufbau fairer und transparenter Wettbewerbsstrukturen bemüht, hintergangen fühlen.

Das Durcheinander stellt sich wie folgt dar:

Der Homepage www.driv-speedskating.de der Abteilung Inline/Fitness/Speedskating des Deutschen Rollsport- und Inline-Verbands ist seit Mittwoch, 04.07.07 das Procedere der Anmeldung zur Teilnahme an der 2. Deutschen Meisterschaft im Zeitfahren der Vereinsteams zu entnehmen. Auf eben dieses Procedere machte in einer gesonderten e-Mail mit Datum vom 07.07.2007 Axel Enderes – DRIV-Sportkommission IFS, Ressort Sportmanagement – die Landesverbände nochmals aufmerksam:

"Für die Anmeldung zur Deutschen Meisterschaft im Teamzeitfahren am 22.9.07 in Mainz gibt es ein besonders Anmeldeverfahren. Den Landesverbänden wurden Kontingente vergeben….
…Für dieses Jahr haben wir ein Zeitfenster, in dem wir 80 Teams starten lassen können. Gemäß WKO des DRIV melden die Landesverbände zu den Deutschen Meisterschaften. Diese Regel werden wir in diesem Jahr umsetzen, d.h. es können nur die Landesverbände die Vereinsteams anmelden."

Wir, der Landesverband RIV in NRW, hatten diese Grundsatzentscheidung begrüßt, zumal wir auf dieses Procedere, das der sportlichen Logik entspricht und in großen etablierten Sportverbänden allgemein üblich ist, vorbereitet waren. Denn nachdem im letzten Jahr erstmals eine Deutsche Meisterschaft im Teamzeitfahren (in Mainz) stattgefunden hatte und die Kontinuität dieser Meisterschaftsaustragung nicht zuletzt aufgrund der sportlichen Attraktivität dieser Wettbewerbsform absehbar war, haben wir in NRW sofort reagiert und im Frühjahr in Kerpen die 1. Landesmeisterschaft im Teamzeitfahren ausgetragen. Sie sollte zugleich auch die landes-interne Qualifikation für die Teilnahme an der 2. DM-TZF sein.

Jedenfalls hat der RIV-NRW ein System installiert, das allen Ansprüchen an sportliche Fairness und Entscheidungstransparenz gerecht wird.

Mit einer von Axel Enders (DRIV Ressort Sportmanagment) verschickten Mail vom 10.07.07 um 23:11 Uhr wurden dann jedoch alle zuvor aufgestellten Kriterien bezüglich der Teilnahme an der TZF-DM über Bord geworfen.

Nach Abstimmung mit John Gerhards (Vorstandsmitglied Wettkampfleitung im RIV-NRW) und Dirk Hagemann (stellvertretender Landesfachwart) habe ich der Vorsitzenden der Abteilung Speedskating im DRIV, Frau Irmelin Otten, sowie Herrn Axel Enderes mitgeteilt:

"Die jüngste veröffentlichte Position der DRIV Fachsparte Speedskaten in Verbindung mit dem Anmeldeprocedere zur DM TZF macht alle Bemühungen um faire und transparente sportliche Strukturen zunichte. Aus diesem Grunde zieht sich der Vorstand der Fachsparte Fitness/Speedskaten im RIV-NRW mit sofortiger Wirkung aus jeder Verantwortung für und rund um die DM-TZF zurück, weil es offenkundig dem für eine Deutsche Meisterschaft verantwortlichen nationalen Dachverband nicht gelingt, sportlich faire und transparente Qualifikationsstrukturen durchzusetzen."

Soweit der sachliche Teil unserer Information.

Für den Vorstand der Fachsparte Speedskaten im RIV-NRW behalte ich mir jedoch das Recht vor, den Salto der Verantwortlichen im DRIV zu kommentieren. Es kann ein Salto mortale werden. Eine Deutsche Meisterschaft ist nämlich auf dem Wege, eine Dorfkirmes-Veranstaltung zu werden. Mainz bleibt Mainz, helau! Wenn neuerdings von möglicherweise 100 Teilnehmerteams in Mainz die Rede ist, dann geben wir uns spätestens ab dem 50. Teilnehmerteam der Lächerlichkeit preis. Vielleicht sogar noch früher. Masse garantiert keine Klasse. Mit einer Völkerwanderung nach Mainz können wir die kritischen Redakteure der Sportredaktion des ZDF nicht beeindrucken. Zumal keinem kritischen Beobachter entgehen dürfte, was eine in der Geschäftsstelle des DRIV geführte Mitgliederstatistik schonungslos offen legt: Die Zukunft der jung-dynamischen Sportart Speedskating liegt – gemessen an den Mitgliederzahlen – bei der AK40 aufwärts. Dabei heißt es doch immer: Olympia ruft die Jugend der Welt…! Die Olympiarufer stehen in der Wüste! Wenn wir uns in die Reihen anerkannter Sportarten eingliedern wollen, dann gelingt dies nur mit überzeugendem Sport, bei dem man spürt, dass dahinter ein klares Organisationsprinzip mit einem systematischen, zukunftsweisenden Aufbau steht. Wenn nicht jetzt, wann dann?

Mit sportlichen Grüßen
Hanspeter Detmer
Landesfachwart Fitness/Speedskating im RIV-NRW

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