Tief beeindruckt ist unser Speedskating-Landesfachwart Hanspeter Detmer von einer dreiwöchigen Südamerikareise zurückgekehrt. Mitten in Chiles 4,5-Millionen-Hauptstadt Santiago fand er eine tolle Speedskatingbahn. Sie befindet sich in unmittelbarer Nähe der Santiago-Arena, eine der größten Sporthalle Südamerikas.
Über die benachbarte Metro-Station ist sie bestens zu erreichen. Die Pistenoberfläche besteht aus größeren Fließen, so dass der Rollwiderstand gering ist. Allerdings weisen die Fließen Schadstellen aus. In den Sommermonaten, die nun in Chile zu Ende gegangen sind, regnet es praktisch nicht. Ansonsten wäre die Piste schon bei geringer Feuchtigkeit nicht nutzbar.
Neben der Speedskating-Piste mit ihren überhöhten Kurven ist auch noch ein sogenannter Straßenkurs angelegt. Die nierenförmige Runde mit einer Rechtskurve ist 500 Meter lang. Ein paar Bäume innerhalb des Straßenkurs verhindern nicht den totalen Überblick. Zur Zeit des Besuchs unseres Landesfachwarts auf der Inline-Skater-Anlage lag die Temperatur bei rund 33 Grad; verständlich, dass der Trainingsbetrieb erst am Abend einsetzte.
Auffällig war, dass am Besuchstag praktisch nur Mädchen trainierten. Beim Materialeinsatz muss in einem Land, das in seiner Gesamtheit nicht zu den reichsten dieser Welt gehört, gespart werden. Viele Speedskater hatten nur drei Rollen pro Fuß unter ihren Skates; ein kleiner Inline-Anfänger musste sogar mit nur zwei Rollen pro Skate zufrieden sein. Detmers Kommentar: „Dieses Inline-Skating-Sportanlage ist ein Traum. So etwas müssten wir in NRW haben!“
Copyright auf alle Fotos: Hanspeter Detmer