Im Inline-Speedskaten gibt es keine Amateure mehr

Auch im Inline-Speedskaten ändern sich die Zeiten. Seit dem Frühjahrsmeeting der Speedskating-Kommission des DRIV in Hannover gibt es im Speedskaten keine Amateure mehr. Auf Antrag des Rollsport- und Inline-Verbands NRW wurde der Begriff „Amateur“ in der Wettkampfordnung (WKO) mit sofortiger Wirkung gestrichen. Eingereicht worden war dieser Antrag vom RIV-NRW bereits zur SK-DRIV-Herbstsitzung 2008.

Landesfachwart Hanspeter Detmer hatte auf Grund seiner Jahrzehnte langen berufsbedingten Erfahrung mit Sportpolitik den Antrag wie folgt begründet: „Schon 1983 akzeptierten die Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees mehrheitlich offiziell, dass ein großer Teil der olympischen Athleten nicht mehr im ursprünglichen Sinne als ‚Amateur‘ bezeichnet werden konnte. Im darauf folgenden Jahrzehnt haben nahezu alle olympischen Sportverbände den Begriff ‚Amateur‘ aus ihren Regelwerken gestrichen. Im Bereich Speedskating gehören zahlreiche Sportler Firmenteams an oder haben Sponsoren. Viele Zuwendungen, die sie in diesem Zusammenhang erhalten, lassen sich mit dem klassischen Begriff ‚Amateur‘ nicht mehr in Einklang bringen und sind streng genommen sogar steuerpflichtig. Warum muss sich eine moderne Sportart, die olympische Ambitionen hat, mit einer verlogenen Begrifflichkeit abgeben?“

Das Streichen des Begriffs ‚Amateur‘ im DRIV-Regelwerk darf aber nicht zum Umkehrschluss führen, dass Inline-Speedskaten nun eine Profi-Sportart ist. Profisportler ist im engsten Sinne nur, wer mit Sport seinen Lebensunterhalt verdient. Und das schaffen weltweit im Inline-Speedskaten nur ganz Wenige.

Nach oben scrollen