Schönes Rennen – nur für einige zu kurz

Eigentlich waren die Voraussetzungen gut, das Wetter und die Stimmung passten, einzig das gegenüber dem letzten Jahr etwas schwächere Meldeergebnis war zu bedauern.

Gleich nach dem Start konnte sich eine 8-köpfige Spitzengruppe absetzen, in der auch zwei Skaterinnen kräftig mitmischten. Nach wenigen Kilometern fielen zwei Herren etwas ab, aber die sechs verbliebenen drehten Runde um Runde im Pulk. Als sie den vierten Durchgang nach knapp 29 Minuten beendet hatten – das Rennen war über 30min plus eine Runde angesetzt – war klar, dass es für die schnellsten wieder über 6 Runden gehen würde.

Nachdem die Spitze bei gut 36 Minuten auf die letzte Runde gegangen war hat die Veranstaltungsleitung angeordnet die Wendestelle, die in Wuppertal kurz vor dem Ziel liegt, zu schließen und alle folgenden Skater, entgegen den vorab festgelegten Regularien, direkt zum Ziel zu schicken. Von diesem Eingriff wurden einige Skater, die davon ausgingen noch eine Runde vor sich zu haben, überrascht und um ihren geplanten Zielsprint gebracht. Ganz sicher hatte das im Detail durchaus Einfluss auf die Rennplatzierungen, aber nur innerhalb der jeweiligen Gruppen.

Alle diejenigen, die es noch kurz vor der Sperrung auf ihre finale Runde geschafft hatten, dann aber nochmal von der Spitze überrundet wurden, haben ihr Rennen über die persönliche volle Distanz absolviert.

Unstrittig sind glücklicherweise die jeweils ersten 6 Plätze. Bei den Herren siegte Karsten Wilke von Ruhrboss 03 vor seinem Vereinskollegen Robert Maack. Dritter wurde Jürgen Nachtigäller (Standard Werl) vor dem für das Euregio Speedteam fahrenden Kolumbianer Sergio Chavez. Auf die Plätze fünf und sechs kamen Timo Holsten (TAV Bonn) und Detlef Hirsch, die, nachdem die aus der Spitzengruppe zurückgefallen waren, als Zweiergruppe nach vorn und hinten sicher waren.

Bei den Damen siegte Bianca Fliesenberg vom SV Heepen Skate Team Bielefeld vor Claudia Maria Henneken von Ruhrboss 03. Als dritte war Diana Ulbricht zwar in einer der von der Verkürzung betroffenen Gruppen, aber als einzige Dame in dieser Gruppe ist auch ihre Platzierung völlig in Ordnung. Platz 4 erreichte Katharina Sowa vor Anja Gürtler (TAV Bonn) und Alexandra Salzenberg (SSC Köln).

Erfreulich war, dass es auch zwei A-Schülerinnen, trotz Schwierigkeiten bei der Anmeldung, an den Start zu ihrem Rennen über eine Runde geschafft haben. Ela Yilmaz gewann den Lauf vor Isabel Akkad, beide sind von Ruhrboss 03.

Ein Novum für diese Saison gab es in der Teamwertung – erstmalig haben in einem Rennen fünf Mannschaften gepunktet. Klarer Sieger war das Team von Ruhrboss 03 mit einem ersten und zwei zweiten Plätzen. Die Speedskater Düsseldorf haben rechtzeitig ihre Nachmeldeoptionen gezogen und so als Team Platz zwei belegt und TAV Bonn auf den Bronzerang verwiesen. Vierte wurden die Skater des Euregio Speedteam vor dem SSC Köln.

Aktuell führt Düsseldorf die Teamwertung mit 145 Punkten vor Bonn (132) und Euregio (121) an. Ruhrboss liegt mit bisher zwei Siegen in zwei Rennen und 80 Punkten in Lauerstellung. Wenn sie in den verbleibenden Läufen erfolgreich punkten ist der Gesamtsieg durchaus noch möglich.

Nächsten Samstag geht es dann zur Isselhorster Nacht. Hier ist die Voranmeldung zwar schon geschlossen, aber Nachmeldungen sind am Nachmittag/frühen Abend vor Ort noch möglich. Wir hoffen, dass davon reichlich Gebrauch gemacht wird, denn das Meldeergebnis ist bisher noch sehr dünn. Auch Kadetten und Schüler und Schülerinnen A und B sind hier startberechtigt.

Nach Isselhorst ist Sommerpause bis es Anfang August mit den Läufen in Dürwiß und Laatzen weiter geht.

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