(Ralf Göthling). Bereits um 8.45 Uhr morgens machen sich am 11. Mai die
Skater auf die Strecke nach Dortmund auf. Erwartungsgemäß werden sich
viele nationale und internationale Spitzenfahrer auf zehn Rollen
anschicken, bei der Premiere des Inline-Marathon (42,195 Kilometer) im
Rahmen des Karstadt RuhrMarathon als Sieger das Ziel auf dem Hansaplatz
in der Dortmunder Innenstadt zu erreichen.
Da es Skater glatt und
schnell lieben, wird der etwas holprige Hansaplatz eigens für sie bis
zum Renntag asphaltiert sein. Bei den Formel-1-Athleten unter den
Inline-Skatern, die in Firmenteams ähnlich wie im Radsport
zusammengeschlossen sind, geht es also um die beste Zeit und um
vorderste Platzierungen. Den erwarteten Hobby- und Freizeitskatern
hingegen geht es neben einer ansprechenden Laufzeit vor allem darum,
ein einmaliges Erlebnis zu genießen und anzukommen. Die Voraussetzungen
hierfür wurden mit der Streckenauswahl geschaffen: In enger
Zusammenarbeit mit dem Rollsport- und Inline Verband (NRIV) in
Nordrhein-Westfalen wurde der Inline Marathon vorbereitet. Wichtigstes
Ziel war dabei, auf die unterschiedlichen Bedürfnisse einzugehen, um
der Bandbreite von Hobbyläufern über Breiten- bis hin zu
Spitzensportlern gerecht werden zu können. Erstmals bei einem großen
City Marathon wird es auch für Inlineskater eine getrennte Wertung für
die Hauptklasse und Masters und Mistressklasse (abAK 40) geben.
Strecke und Streckenprofil bieten sowohl Spitzenkönnern als auch
Einsteigern eine entsprechende Herausforderung an. Zwischen dem Start
in Bochum-Höntrop und dem Ziel auf dem Hansaplatz in Dortmund bietet
dieser außergewöhnliche Punkt-zu-Punkt-Marathon eine schnelle und
abwechslungsreiche Streckenführung. Als gut geeignet für Einsteiger
können getrost auch die sanften Gefällestrecken mit Längen bis zu vier
Kilometern bezeichnet werden. Sie lassen das erholsame und fast
schwerelose Dahingleiten über den Asphalt zum Genuss werden. Auch
einige Abfahrtspassagen lassen das Skaterherz höher schlagen, kommt man
doch hier zu einigem Tempo. Doch wo es bergab geht, muss es zuvor auch
bergauf gehen. Anstiege mit bis zu einem Kilometer Länge fordern die
Kraft und Ausdauer der Teilnehmer. Überwiegend eben präsentiert sich
das Streckenprofil, zudem können sich die Skater auf nahezu ausnahmslos
guten Asphalt freuen. Dabei wird die vom Deutschen Rollsport- und
Inline Verband (DRIV) geforderte, ideale Breite von sechs Metern (zwei
Fahrtspuren) auf der gesamten Strecke nicht unterschritten. Auf den
einen oder anderen Straßenschaden gilt es allerdings zu achten. Solche
Gefahrenpunkte werden natürlich ausreichend gekennzeichnet und
hinreichend vor dem Start bekannt gegeben. Grünes Licht hat der
Spitzenverband DRIV im Deutschen Sportbund bereits für die Strecke
gegeben und somit den Organisatoren bescheinigt, dass die Route den
strengen Sicherheitsvorschriften des Verbandes voll genügt. Gisa Appel
(Darmstadt), internationale DRIV-Schiedsrichterin und am 11. Mai als
oberste Wettkampfrichterin für die Einhaltung des Reglements
verantwortlich, hat die Strecke bereits in Augenschein genommen und für
gut befunden. "Eine richtig schöne Strecke zum Inline-Skaten", sagte
die Jurorin. Die Strecke in Zahlen ausgedrückt: Der Start befindet sich
auf 100 Meter über Null, das Ziel auf 90 Metern Höhe. Dazwischen liegen
insgesamt 360 Meter Steigungen und fast 400 Meter Gefällestrecke. Und
statt wie bei über 100 anderen Marathonveranstaltungen im Bundesgebiet
einen Rundkurs mit mehrfacher Belegung bestimmter Streckenabschnitte
abzufahren, steht dieser besondere Lauf in enger Anlehnung an den
historischen Ursprung des Marathons, nämlich die Distanz von 42,195 km
als eine Strecke zwischen zwei Städten zu bewältigen. Skaterherz, was
willst du mehr?