Wem will man es eigentlich noch recht machen? Ski und Rodeln gut hieß es beim Paderborner Osterlauf 2008. Sogar Schnee lag auf der Straße. Ein Jahr später, am Ostersamstag 2009, stöhnte mancher Finisher des Speedskater-Halbmarathons in Paderborn: „Viel zu heiß. Darauf war ich zu dieser Jahreszeit eigentlich noch gar nicht eingestellt.“ Dabei fanden die Speedskater doch eigentlich traumhafte Bedingungen vor. Schöner als beim Paderborner Osterlauf 2009 konnten die Rennbedingungen eigentlich gar nicht sein.
Entsprechend änderten sich auch die Zeiten – vor allem bei den Frauen. Siegte Melanie Becker von den Gülser Mosel Skatern im Vergleichsjahr 2007 noch mit bescheidenen 46:48 Minuten, kam in diesem Jahr die neuerdings für den Neusser IC startende Mayke Exterkate bereits nach 41:55 Minuten ins Ziel. Bemerkenswert übrigens der Leistungssprung von Karolina Kierzkowski (LC Solbad Ravensberg). Im Vergleichsrennen 2007 belegte sie in 47:05 Minuten Platz vier; nun kam sie in 41:58 Minuten auf Rang zwei. „Sensationell, “ kommentierte ZDF-Sportstudio-Moderator Poschmann als Streckenansager den Zieleinlauf der Damen, „sechs Sportlerinnen innerhalb von acht Sekunden im Ziel, einfach unglaublich.“ Noch hat Poschmann nicht das Gefühl für die Höchstgeschwindigkeiten beim Zielsprint – 8 Sekunden machen gut und gerne 80 Meter Abstand zwischen Platz eins und Platz sechs aus. „Ist das so?“ fragte Poschmann ungläubig, „dann habe ich jetzt etwas dazu gelernt!“
Nichts Neues gibt es vom Rennen der Herren zu berichten – zumindest was den Namen des Siegers anbetrifft. Zum neunten (!) Male gewann Markus Pape (LC Solbad Ravensberg) das Speedskaterrennen beim Paderborner Osterlauf. Neu ist jedoch die Siegerzeit auf der Halbmarathon-Distanz in Paderborn: 36:03 Minuten – das ist Streckenrekord, denn erst seit 2006 werden die Inline-Rennen in Paderborn über 21 km ausgetragen. Platz zwei belegte Lukas Wannagat von Tri-Sport-Lübeck mit einer Sekunde Rückstand. Die Spitzengruppe bestand aus sieben Skatern, die innerhalb von 4 Sekunden ins Ziel kamen.
Der Auftakt zur Saison der Rennserie um den Westdeutschen Speedskating Cup 2009 kann vor allem unter den optimalen Bedingungen als gelungen bezeichnet werden. Schon in zwei Wochen wird es dann noch ernster: Am 26. April geht es auf der Mitteldistanz (knapp 22 000 Meter, gefahren über 14 Runden) in Kerpen nicht nur um weitere WSC-Punkte, sondern auch um die NRW-Landesmeistertitel – www.skate-express-ssk-kerpen.de